Wer bohrt, der findet – manchmal leider



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#Digitalisierung#Infrastruktur#Zukunftsnetz
Bagger führt im 1. Bezirk Fernkälte-Probebohrung durch
Nicht selten ist der Bagger der Grund, warum Strom- oder Gasleitungen beschädigt werden. Die Einbautenauskunft hilft dabei, Schäden zu vermeiden. © Wiener Netze/Manfred Tucherl
Nicht selten vergräbt sich ein Bagger und trifft eine Strom- oder Gasleitung. Damit das nicht passiert, gibt es den Einbautenservice der Wiener Netze jetzt online!

Wer in Wien irgendwo den Bohrer ansetzt und dabei auf Gas stößt, der hat nicht bisher unbekannte, die energiepolitische Landkarte verändernde Vorkommen angezapft. Nein, der hat eine Leitung angebohrt. Und man glaubt es kaum: Es passiert gar nicht selten, dass bei Bauarbeiten Gas-, Strom-, oder sonstige Leitungen beschädigt werden. Deshalb gibt es die Einbautenauskunft der Wiener Netze.

Je besser die Infrastruktur in einem Ballungsraum wie Wien, desto dichter das Netz an Leitungen. Und desto größer die Chance, bei Erdarbeiten oder Bohrungen unabsichtlich auf solche Leitungen zu stoßen. Dabei ist dokumentiert, wo Leitungen liegen. Und über die Einbautenauskunft der Wiener Netze können die Informationen über das Strom-, Gas- und Fernwärme-Netz jetzt ganz einfach online abgefragt und heruntergeladen werden.

Der Service ist vor allem für Bauträger*innen und Planer*innen hilfreich. Diese sind vor Beginn von baulichen Arbeiten im unterirdischen Raum verpflichtet, sich über Einbauten, Leitungen, Rohre und Kabel in ihrem Arbeitsbereich zu informieren.

Denn bohrt man aufs gerate Wohl darauf los, kann das schwerwiegende Folgen haben: Eine beschädigte Leitung kann einen Stromausfall zur Folge haben und für den Grabenden bei einem Kurzschluss sogar lebensgefährlich werden.

Baustellenfoto Wiener Netze
Beschädigungen und Unfälle werden durch die Einbautenauskunft vermieden. © Wiener Netze/Alex Nussbaumer

Genaue Infos per Mausklick

Der Schlüssel zur Prävention ist das  Onlineportal der Einbautenauskunft der Wiener Netze. Hier sind sämtliche Informationen über Leitungen des Strom-, Gas-, Telekommunikations-, Fernwärme- und Fernkältenetzes der Wiener Netze innerhalb weniger Minuten und rund um die Uhr abrufbar. Bisher war dazu zeitaufwändige analoge Recherche notwendig, jetzt geht das digital und vor allem vollautomatisch. Wartezeiten von bis zu 3 Tagen entfallen.

Notwendig ist dazu nur eine zweistufige Registrierung. Aber Vorsicht: Bis man nach der ersten Registrierung freigeschaltet wird, kann es ein wenig dauern. Denn alle Anfragen bearbeiten die Wiener Netze analog, um Missbrauch zu unterbinden. Danach kann das auskunfts-relevante Gebiet im Onlineportal der Wiener Netze direkt digital eingezeichnet und betrachtet werden. Die Auskunftergebnisse werden zudem als Download zur Verfügung gestellt.

Gratis zugänglich ist dieser Service allerdings nicht. Die Preise orientieren sich nach Art und Anzahl der jeweiligen Anfragen.

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