Drohne: Fehler rasch entdeckt



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#Innovation#Strom#Versorgungssicherheit#Zukunftsnetz
Die Freileitungen der Wiener Netze werden regelmäßig mit einer Drohne überprüft. © Wiener Netze/Manfred Tucherl
400 Kilometer Hochspannungsleitungen gibt es in Wien und Umgebung. Immer wieder einmal werden die Leitungen mit einer Drohne abgeflogen. Das hilft, Schäden zu entdecken und Zeit und Geld zu sparen.

Manchmal ist es nur ein Wechsel des Blickwinkels den es braucht, um ein Rätsel zu lösen. Leicht gesagt, wenn es um Freileitungen geht, die sich über Hügel und durch Wälder ziehen. Vor allem leicht gesagt, wenn es sich um tausende Leitungskilometer handelt. Um genau zu sein: 3.000 Kilometer. Denn so lange sind in Summe die Freileitungen der Wiener Netze. 400 Kilometer davon sind Hochspannungsleitungen in luftigen Höhen. Und um da den Überblick zu behalten, zahlt es sich aus, die Vogelperspektive mit einer Drohne einzunehmen.

Drohnen liefern Detailbilder in Echtzeit 

Heinz Stotz und Martin Bucher gehen gern in die Luft. „Wir nutzen seit 2019 Drohnen, um uns ein Bild von oben über die Freileitungstrassen zu verschaffen. Dann sehen wir etwa genau, wo wir ausholzen müssen“, erklärt Stotz, Referent für Höchstspannungsfreileitungen bei den Wiener Netzen. Auch für Inspektionen der Freileitungen auf Rost, fehlende Schrauben oder verschmutzte Isolatoren werden die Drohnen eingesetzt. „Sie liefern wirklich gute Bilder und helfen uns Schäden zu erkennen und zu analysieren“, so Stotz. 

Wiener Netze Drohnenpilot Martin Bucher
Martin Bucher geht gern in die Luft: Er untersucht mit einer Drohne Hochspannungsleitungen auf schadhafte Stellen. © Wiener Netze/Manfred Tucherl

Fotos aus der Luft sparen Zeit und Geld

Vor allem nach heftigen Gewittern sind die Drohnen im Einsatz. „Wenn wir einen Blitzschaden entdeckt haben, helfen uns die Detailfotos der Drohne bei der Schadensanalyse“, sagt Heinz Stotz. Dass bei einem Drohneneinsatz die Leitung nicht abgeschaltet werden muss und unter Spannung inspiziert werden kann, ist ein großer Vorteil. „Zeitgewinn und Kostenersparnis sind enorm. Mit der Drohne können wir die Seile zwischen zwei Masten in fünf bis zehn Minuten abfliegen. Dafür würden vier bis fünf KollegInnen im Seilwagen ein paar Stunden brauchen“, so Stotz, in dessen Abteilung insgesamt fünf KollegInnen die Drohne zum Schweben bringen dürfen. „Das ist ja kein Spielzeug, sondern braucht eine profunde Ausbildung, um verlässliche Daten zu liefern“, erklärt der Referent für Höchstspannungsfreileitungen. 

Sichere Stromversorgung 

Ein Überflug mit der Drohne also, der bietet nicht nur Überblick in Echtzeit auf dem Handydisplay, der spart auch Kratzer, Schrammen und vor allem Zeit. Der Schaden kann rascher gefunden und der Fehler dadurch schneller behoben werden. Davor wird der Flug mit der Drohne beim Tower der Austro Control, die für den Verkehr im österreichischen Luftraum verantwortlich ist, gemeldet. Damit sie auch ganz sicher ihre Runden drehen und sich um die Stromversorgung von mehr als zwei Millionen Menschen in und um Wien kümmern kann.

Mehr über digitale Helfer der Wiener Netze erfahren Sie im nachstehenden Blogbeitrag und im Magazin Besser Stadtleben.

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