Momo Kale (ganz rechts im Bild) und seine Kolleg*innen bei den Wiener Netzen. ©Wiener Netze/Nadine Mittempergher
Momo Kale (ganz rechts im Bild) und seine Kolleg*innen bei den Wiener Netzen. ©Wiener Netze/Nadine Mittempergher
Er hat Spaß vor der Kamera und hinter dem Bildschirm: Momo Kale hat sich einen Namen auf Social Media gemacht und arbeitet bei den Wiener Netzen.

Muhammed Enes Kale, oder einfach „Momo“, wie ihn die meisten nennen, arbeitet heute in der Abteilung für Smart Meter-Management bei den Wiener Netzen. Sein Weg dorthin war alles andere als direkt.

Ein ungewöhnlicher Start

Momos startete nach der Schule mit einer Lehre als Einzelhandelskaufmann. „Ich habe das damals einfach gemacht, um irgendwas zu machen“, erzählt er. Kurz danach entschied er sich, eine Lehre als Drucktechniker zu machen. Dieser Beruf interessierte ihn wirklich. Auch, weil es in seiner Familie Berührungspunkte damit gab. Nach der Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre in einer Druckerei in Wiener Neudorf.

Nebenbei auf Social Media erfolgreich

Parallel entwickelte sich etwas ganz anderes: Momo wurde Influencer. Angefangen hat alles 2017 mit ersten HipHop-Videos auf Instagram und YouTube. Schnell wuchs seine Reichweite. Später, während der Corona‑Zeit, begann er gemeinsam mit seiner Frau Malika Instagram– und TikTok‑Videos zu drehen. Ihr Couple‑Content wurde rasch erfolgreich. Innerhalb weniger Monate erreichten sie über 100.000 Follower*innen.

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Heute, mittlerweile sind Momo und Malika Eltern von 2 Kindern, produzieren sie gemeinsam Inhalte rund um Familie und Alltag. „Wir machen das, weil es uns Spaß macht und neben unseren Vollzeitsjobs“, sagt Momo.

Der Wendepunkt

Trotz des wachsenden Erfolgs auf Social Media blieb Momo in der Druckerei tätig. Doch der lange Arbeitsweg war für ihn als Vater nun ein großer Minuspunkt. Momos Schwester gab ihm dann einen entscheidenden Impuls für eine berufliche Veränderung. Sie arbeitete bereits bei den Wiener Netzen und erzählte ihm von einem Trainee-Programm im Smart Meter-Bereich. Momo bewarb sich und bekam die Chance zum Quereinstieg. „Das war die beste Entscheidung“, sagt er heute.

Neustart als Quereinsteiger

2024 startete Momo bei den Wiener Netzen. „Am Anfang musste ich alles neu lernen, aber das gehört dazu“, erzählt er. Besonders geholfen hätten ihm seine offene Art und seine Motivation, Neues schnell zu verstehen, meint Momo rückblickend.

Heute arbeitet er in der Abteilung für Smart Meter-Management. Gemeinsam mit seinem Team sorgt er dafür, dass Stromanschlüsse aus der Ferne ein‑ oder ausgeschaltet werden, zum Beispiel bei Umzügen.

Momo Kale an seinem Arbeitsplatz bei den Wiener Netzen. ©Wiener Netze/Nadine Mittempergher
Momo Kale an seinem Arbeitsplatz bei den Wiener Netzen. ©Wiener Netze/Nadine Mittempergher

Warum der Wechsel so gut passt

Der Unterschied zu seinem früheren Job könnte kaum größer sein, stellt Momo fest. Besonders schätzt er die flexiblen, familienfreundlichen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Gleitzeit und Homeoffice-Möglichkeiten, und das wertschätzende Miteinander im Team. „Ich komme wirklich gerne in die Arbeit“, sagt Momo. Gerade als Vater ist ihm das besonders wichtig, weil er für seine Kinder ein Vorbild sein will: Such dir einen Beruf, der dir Spaß macht.

Mut zur Veränderung

Momos Geschichte zeigt: Ein Berufswechsel in eine neue Branche ist möglich. Sein Tipp an andere Quereinsteiger*innen: „Einfach trauen. Wenn man offen ist und lernen will, schafft man das.“ Auch seine eigene Erfahrung bestätigt das: Der Schritt aus der vertrauten Branche heraus hat ihm neue Perspektiven eröffnet, beruflich und persönlich.

Blick nach vorne

Momo sieht seine Zukunft klar bei den Wiener Netzen. „Hier möchte ich mich fachlich weiterentwickeln und neue Aufgaben übernehmen. Und das ist mein sicherer Hauptjob“, sagt Momo. Und solange es Spaß macht, bleibe er auch auf Social Media aktiv. Sein Tipp für angehende Influencer*innen: „Sucht euch ein sicheres Standbein wie ich, dann müsst ihr nicht auf Druck Content machen. Nur so wird und bleibt man erfolgreich“.

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