Lärm adieu: Warum es in den Umspannwerken leiser wird



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#Klimaschutz#Straßenbeleuchtung#Umspannwerk#Umweltschutz
Wiener Netze Mitarbeiter*innen (v.l.n.r.) Alberto Adilson, Franz Mailer, Andrea Opietnik und Andreas Kieslich. Im Hintergrund eine Tonfrequenzrundsteueranlage, die bald von den kleineren Geräten im Vordergrund abgelöst wird. ©Wiener Netze/Manfred Tucherl
Wiener Netze Mitarbeiter*innen (v.l.n.r.) Alberto Adilson, Franz Mailer, Andrea Opietnik und Andreas Kieslich. Im Hintergrund eine Tonfrequenzrundsteueranlage, die bald von den kleineren Geräten im Vordergrund abgelöst wird. ©Wiener Netze/Manfred Tucherl
Große Ziele, wie die Energiewende, werden durch viele kleine Schritte erreicht. Zum Beispiel durch die Modernisierung des Systems, das hinter der öffentlichen Straßenbeleuchtung steckt.

In den über 40 Umspannwerken der Wiener Netze stehen große Anlagen und senden einen Orgel-ähnlichen Sound an die Straßenlaternen der Stadt sowie an bestimmte Stromzähler in Privathaushalten. Aufgrund ihres Tonsignals werden diese Anlagen „Tonfrequenzrundsteueranlagen“, kurz: TRA genannt. Die Straßenlaternen wissen durch das Signal: Ich muss mich ein- oder ausschalten. Und die Zähler, dass sie von Tag- auf Nachtstrom umschalten müssen. Für die Energiewende müssen die Umspannwerke in Zukunft ohne die TRA auskommen. Denn die Anlagen sind ziemliche Energiefresser – und die müssen weg.

So klingt eine Tonfrequenzrundsteueranlage:

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„Um diesen tieffrequenten Orgel-Sound zu erzeugen wird viel Energie benötigt“, so Franz Mailer, der im Smart Meter-Programm bei den Wiener Netzen für die IT-Systemintegration und IT-Tests zuständig ist. Auch die Wartung sei kostspielig, denn es handle sich bei diesen großen Geräten um Einzelanfertigungen.

Statt den riesigen Anlagen werden kleine Geräte installiert, die ohne Geräusche auskommen – so genannte Lastschaltgeräte. In den Umspannwerken wird es in Zukunft also leiser, hell bleibt es in Wien aber trotzdem.

„Es wird keine Überraschungen für Kund*innen geben“

Die Kund*innen werden den Tausch erst gar nicht bemerken. „Wir tun alles dafür, dass die Umstellung reibungslos klappt “, versprechen Franz Mailer und Andrea Opietnik, die zuständig für den Smart Meter-Ausbau bei den Wiener Netzen ist: “Damit die Umstellung der öffentliche Beleuchtung auch gut funktioniert, sind wir in enger Abstimmung mit der MA33“.

Austauschplan

Die Wiener Netze tauschen nicht nur die Tonfrequenzrundsteueranlagen, also die Sendegeräte – auch an die 30.000 Empfängergeräte müssen getauscht werden, damit diese das Signal der neuen, energieeffizienteren Geräte empfangen können: „Wir starten jetzt in den ersten Gebieten und wollen bis spätestens 2027 fertig sein“, so Andrea Opietnik.

Der Austausch der alten Geräte findet übrigens in ganz Europa statt, jedes Land setzt dabei auf individuelle Lösungen, abhängig von vorhandener Infrastruktur, finanziellen Mitteln und Know-how. „Die Wiener Netze greifen auf das Know-How aus dem Smart Meter-Programm zurück, weshalb die Geräte auch im Rahmen vom Smart Meter-Programm getauscht werden“, so Mailer.

Wer die alten Tonfrequenzrundsteueranlagen in echt sehen will, kann ein Exemplar nach Ende des Tauschs im Technischen Museum Wien begutachten.

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