1. Wohnräume kühl halten, Energie sparen
Wird es in der Wohnung heiß, steigt auch der Energiebedarf von Kühlschrank und Gefriertruhe. Um die eingestellte Temperatur zu halten, müssen die Geräte stärker arbeiten. Daher lohnt es sich, die Wohnräume tagsüber möglichst kühl zu halten. Schließen Sie auf der Sonnenseite Rollläden, Jalousien oder Vorhänge und lüften Sie bevorzugt in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn die Außentemperaturen niedriger sind. So verbessern Sie das Raumklima und entlasten gleichzeitig Ihre Kühlgeräte und damit Ihren Stromverbrauch.

2. Ventilator statt Klimaanlage
Für eine angenehme Abkühlung ist nicht immer eine Klimaanlage erforderlich. Oft genügt bereits ein Ventilator, um die gefühlte Temperatur deutlich zu senken. Gleichzeitig verbraucht er wesentlich weniger Strom. Während Ventilatoren meist nur 20 bis 70 Watt benötigen, liegt der Stromverbrauch mobiler Klimageräte häufig zwischen 1.000 und 2.000 Watt. Gerade an warmen Tagen bis etwa 30 Grad Celsius ist der Ventilator daher oft die energieeffizientere und kostengünstigere Lösung.
3. Extra Spartipp der Wiener Netze
Einfach im Smart Meter-Webportal den Viertelstunden-Intervall aktivieren und in der Zeit von 10 bis 16 Uhr von Anfang April bis Ende September 20 Prozent weniger Netzentgelt zahlen. Mit dem reduzierten Sommer-Netzentgelt sparen Sie, wenn Sie größere Stromverbraucher wie Klimaanlage, Waschmaschine oder Geschirrspüler in den Mittagsstunden zu nutzen. Hier finden Sie alle Infos: Netzentgelte – Wiener Netze

4. Wenn Klimaanlage, dann effizient
Wer eine Klimaanlage nutzt, kann mit den folgenden Tipps Strom sparen: Eine Einstellung von 26 statt 22 Grad Celsius sorgt meist für ausreichend Komfort und reduziert den Energieverbrauch deutlich. Sinnvoll ist außerdem, nur jene Räume zu kühlen, die tatsächlich genutzt werden. Um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden, empfiehlt es sich zudem, die Klimaanlage etwa 30 Minuten vor dem Verlassen der Wohnung auszuschalten. Extratipp: Wer die Klimaanlage zwischen 10 und 16 Uhr nutzt, spart mit dem Sommer-Netzentgelt 20 Prozent der Netzkosten.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn eine mobile Klimaanlage und eine Gastherme gleichzeitig betrieben werden. Mobile Klimageräte können Luft aus der Wohnung absaugen und dadurch einen Unterdruck erzeugen. Dadurch kann Kohlenmonoxid (CO) in die Wohnräume gelangen. Dieses Gas ist unsichtbar, geruchlos und geschmacklos.
Achten Sie daher auf ausreichende Belüftung, lassen Sie Ihre Gastherme regelmäßig warten und verwenden Sie einen CO-Warnmelder. Treten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit auf, verlassen Sie umgehend die Wohnung und verständigen Sie den Notruf.
5. Beim Waschen sparen und beim Trocknen kühlen
Beim Wäschewaschen reicht in vielen Fällen bereits ein Programm mit 30 statt 40 Grad Celsius. Eco-Programme sparen zusätzlich Strom und Wasser. Nutzen Sie außerdem die sommerlichen Temperaturen und trocknen Sie Ihre Wäsche im Freien statt im Wäschetrockner. Wenn Sie die Wäsche in der Wohnung aufhängen, senkt das zusätzlich die Raumtemperatur.
6. Auch in der Küche steckt Einspar- und Kühlpotenzial
Geräte wie Mikrowelle oder Airfryer benötigen häufig weniger Energie als ein Backofen und heizen die Wohnung deutlich weniger auf. Wenn Sie den Backofen verwenden, lohnt es sich, mehrere Speisen gleichzeitig zuzubereiten und die vorhandene Restwärme optimal zu nutzen.

7. Der Standort der Geräte ist entscheidend
Steht ein Kühlschrank direkt neben dem Herd oder in der Sonne, steigt sein Stromverbrauch deutlich an und verhindert zusätzlich das Überhitzen der Geräte und des Raumes. Ein möglichst kühler und schattiger Aufstellungsort hilft dabei, Energie zu sparen. Wer ein älteres Gerät gegen ein modernes, energieeffizientes Modell austauscht, kann den Stromverbrauch zusätzlich senken.
8. Stromverbrauch clever analysieren
Der Überblick in Ihren aktuellen Stromverbrauch hilft zu sparen und Stromfresser zu finden. Das ist ganz einfach im Smart Meter-Webportal möglich. Ein Blick lohnt sich: Smart Meter-Webportal – Wiener Netze
9. Beim Duschen Abkühlen und Energie sparen
Auch beim Warmwasserverbrauch lassen sich an heißen Tagen Energie und Kosten sparen. Wer statt zehn Minuten nur fünf Minuten duscht, reduziert den Warmwasserverbrauch erheblich. Zusätzlich kann eine etwas niedrigere Wassertemperatur den Energiebedarf senken, ohne dass auf Komfort verzichtet werden muss.
Mehr Tipps finden Sie unter: Energie sparen – Wiener Netze
10. Sonnenenergie smart nutzen, Vorkühlen lohnt sich
Besitzer*innen einer Photovoltaikanlage können ihre Klimaanlage besonders effizient nutzen, indem sie die Wohnung an sonnigen Tagen gezielt zwischen 12 und 16 Uhr vorkühlen. In diesem Zeitraum liefert die PV-Anlage meist hohe Erträge. Die gespeicherte Kühle sorgt dafür, dass die Wohnung auch am Abend angenehm temperiert bleibt und weniger Strom aus dem Netz bezogen werden muss.