Wie wird ein Stromnetz zu einem Smart Grid? Und warum braucht es das überhaupt?
In dieser Podcast-Folge erklärt Wiener Netze-Experte Florian Kohl, warum Digitalisierung für das Stromnetz der Zukunft unverzichtbar ist.
Der steigende Anteil von Photovoltaik und E-Mobilität in unserem Stromnetz ist schaffbar. Aber es braucht dafür ein smartes Netz. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hilft mittlerweile dabei, das Stromnetz auch in Zukunft sicher, effizient und zuverlässig betreiben zu können. Intelligente Trafostationen aber auch Smart Meter helfen das Netz optimal auslasten zu können und Störungen – im Fall der Fälle – rasch zu beheben. Wie das geht? Das erklärt Florian Kohl auf NetzImpuls – dem Wiener Netze-Podcast.
| 00:02 | [Intro] NetzImpuls – Der Wiener Netze Podcast: Unsere Impulse für ein sicheres und smartes Wien. |
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| 00:11 | Smartphones, Geschirrspüler und Kühlschränke sind heute bereits smart. Warum die Wiener Netze nun auch das Stromnetz smart machen und wie das genau funktioniert, wird in dieser Folge hinterfragt. |
| 00:38 | NetzTalk – Das Gespräch mit Menschen, die Wiens Infrastruktur gestalten. Zu Gast ist Florian Kohl, verantwortlich für das Thema Digitalisierung im Stromnetz bei den Wiener Netzen. |
| 00:58 | Frage: Ein Stromnetz muss leistungsstark und zuverlässig sein. Warum muss es eigentlich auch smart sein? |
| 01:02 | Antwort (Florian Kohl): Ein Stromnetz smart zu machen bedeutet, die Beobachtbarkeit und die Steuerbarkeit des Netzes zu erhöhen. Durch Photovoltaikanlagen und Elektrofahrzeuge entsteht dezentrale Erzeugung und Verbrauchsveränderung, was zu neuem Gegenverkehr im Netz führt. Um Erzeugung und Verbrauch stets in Balance zu halten, müssen die Wiener Netze mehr ins Netz hineinschauen und Schaltungen aus der Ferne durchführen können. |
| 03:05 | Frage: Was genau wird im Stromnetz aus der Ferne gesteuert? |
| 03:15 | Antwort (Florian Kohl): Bei einer Versorgungsunterbrechung, etwa durch ein beschädigtes Kabel, ermöglichen intelligente Trafostationen die Schaltung aus der Ferne. Ähnlich wie das gezielte Deaktivieren eines defekten Geräts im Haushalt können nicht betroffene Netzbereiche rasch wieder zugeschaltet werden. So wird ein Großteil der Haushalte oft innerhalb von 15 Minuten wieder versorgt, während das defekte Bauteil repariert wird. |
| 04:38 | Frage: Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz (KI) bei den Bemühungen, das Smart Grid aufzubauen? |
| 05:01 | Antwort (Florian Kohl): KI bietet Chancen, erfordert jedoch einen vorsichtigen Einsatz, da die Versorgungssicherheit oberste Priorität hat. Ein konkretes Einsatzfeld ist die vorausschauende Instandhaltung („Predictive Maintenance“) beim Baumschnitt: Mithilfe von KI, Wetter- und Wachstumsdaten lässt sich prognostizieren, wann Baumäste eine Leitung gefährden könnten. So erfolgt der Zuschnitt zielgerichtet nur dann, wenn es notwendig ist. |
| 07:08 | Datenmanagement als neue Netzkapazität: Angesichts von Energiewende, Wärmepumpen und E-Mobilität geht es darum, den Netzausbau punktgenau zu gestalten. Durch effizientes Datenmanagement lassen sich Freiräume im Netz exakt berechnen. Dies ermöglicht hohe Transparenz und sichert die gewohnt hohe Netzzuverlässigkeit von 99,99 %. |
| 09:14 | NetzFacts: Der häufigste Vorname unter den männlichen Mitarbeitern der Wiener Netze ist Thomas. Jeder 20. heißt so, weshalb der Running Gag lautet: „Ohne Thomas läuft nix.“ |
| 09:31 | Fazit: Das Gespräch mit Florian Kohl zeigt, wie das Stromnetz zukunftsfit gemacht wird. Nicht nur das Netz ist smart, sondern auch die Expertinnen und Experten der Wiener Netze, die es bauen und erhalten. |
| 10:08 | [Outro] NetzImpuls – Der Wiener Netze Podcast. Jetzt abonnieren für weitere Stories, die Wien bewegen. |