Während viele gerade 10 Jahre in die Vergangenheit schauen (Stichwort #2016Trend) richten die Wiener Netze ihren Blick mit voller Kraft voraus. „Unser Wien 2040 wird kaum Individualverkehr, viel Grünraum und ein vielfältiges Miteinander zeigen. Die smarte Integration Erneuerbarer und dekarbonisierter Energieträger ermöglicht flexible und intelligente Energienutzung für alle und bringt leistbare, individuell regelbare Energienutzung mit sich“, sagt Püspök. Ein modernes Energienetz, smarte Technologien und bedarfsgerechte Investitionen in den Netzausbau schaffen die Basis für eine lebenswerte, klimafitte Stadt. Bis 2040 wird sich unsere Stadt also nachhaltig verändern.

Wien wächst: Herausforderungen für Stromnetz und Energieversorgung
Wien steht vor einem deutlichen Wachstumsschub. In den nächsten fünf Jahren werden rund 100.000 zusätzliche Menschen in der Stadt leben, also so viele wie heute in Klagenfurt. Bis 2040 könnte die Bundeshauptstadt auf etwa 2,2 Millionen Einwohner*innen anwachsen.
Dieses Wachstum stellt auch die Energieversorgung vor neue Herausforderungen. Mehr Menschen bedeuten mehr Wohnungen, mehr Infrastruktur und einen steigenden Strom- und Gasbedarf. Gleichzeitig verändert der Ausbau erneuerbarer Energiequellen das System grundlegend: Energie wird zunehmend dezentral erzeugt, Lasten schwanken stärker, Netze müssen flexibler reagieren.
Damit die Versorgung auch künftig stabil bleibt wird das bestehende Energienetz in Wien schrittweise ausgebaut und modernisiert. Ziel ist es, das Energienetz an die wachsende Stadt und die Anforderungen der Energiewende anzupassen. „Mehr denn je wird in Wien in die Energiezukunft investiert. Ob der Ausbau intelligenter Trafo-Stationen, der schrittweise Rückbau der Erdgasnetz-Infrastruktur bei gleichzeitigem Ausbau der Netzinfrastruktur für Erneuerbare und die Befähigung der Konsument*innen, ihren Verbrauch individuell zu monitoren und so zu optimieren. Ohne intelligente Netze keine Klimaneutralität 2040 für Wien“, bekräftigt Püspök.
Ausbau der Energie-Infrastruktur: Stromnetz, Fernwärme und Glasfaser in Wien
Schon jetzt wird an allen Ecken gearbeitet, aber bis 2040 stehen große Veränderungen an:
- Mehr als 13 neue Umspannwerke sichern die Stabilität des Stromnetzes in Wien.
- Über 1.200 intelligente Transformatoren machen das Stromnetz fit für die steigende Einspeisung aus Photovoltaik & Co.
- Insgesamt werden + 4.300 Kilometer Stromnetz neu errichtet oder modernisiert – eine Strecke von Wien nach Dubai
- Dazu kommen + 600 Kilometer Glasfaserkabel, die nicht nur Kommunikation beschleunigen, sondern auch die Digitalisierung der Netzinfrastruktur ermöglichen.
- Auch die Wärmeversorgung wächst. Über 400 Kilometer Fernwärmenetz schaffen eine zukunftssichere und klimafreundliche Alternative zu Gasheizungen.
Versorgungssicherheit in Wien: Warum das Stromnetz stabil bleibt
Die Wiener Netzen tun alles dafür, dass die hohe Versorgungssicherheit von 99,99 Prozent und der internationale Spitzenwert bei Stromausfällen bleibt: Statistisch gesehen sind Wiener*innen nur alle 4 Jahre von einem Stromausfall betroffen.
Wien ist mit 2 Millionen Einwohner*innen die zweitgrößte deutschsprachige Stadt. Einschließlich Pendler*innen und Tourist*innen versorgen die Wiener Netze täglich 2,3 Millionen Menschen und 200.000 Betriebe in Wien und Umgebung mit Wärme, Licht und Daten. Die Wiener Netze stehen für sichere Versorgung – heute und in Zukunft.
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