In dieser Folge werfen wir einen Blick auf den Smart Meter, den digitalen Stromzähler der neuen Generation. Gemeinsam mit Smart Meter-Expertin Andrea Opietnik sprechen wir darüber, wie der Smart Meter beim Stromsparen helfen kann, welche Vorteile das Webportal bietet und warum Datensicherheit dabei oberste Priorität hat.
Außerdem erfährt man, wie man den eigenen Energieverbrauch besser versteht und versteckte Stromfresser im Haushalt aufspüren kann.
Jetzt reinhören und den smarten Mitbewohner kennenlernen!
00:00 | [Intro-Musik] Netzimpuls, der Wiener Netze-Podcast. Unsere Impulse für ein sicheres und smartes Wien.
00:10 | [Hintergrundmusik] Ich wette, du wohnst schon lange mit ihm zusammen. Aber kennst du diesen Mitbewohner eigentlich? Smart Meter? Ähm, puh, das ist, glaube ich, der neue Stromzähler, oder? Was bei dem anders ist als beim alten, weiß ich jetzt auch nicht. Smart halt, oder? [lacht] Boah, ich weiß gar nicht, wo der bei mir ist. Smart Meter, mmm, sagt mir nix. So nah und doch so unbekannt. Der Smart Meter ist inzwischen in vielen Haushalten in Wien eingebaut. Aber kaum jemand hat sich schon die Mühe gemacht, ihn näher kennenzulernen. Das ändern wir jetzt.
00:48 | Netztalk, das Gespräch mit Menschen, die Wiens Infrastruktur gestalten. Andrea Opietnik von den Wiener Netzen. Du bist zuständig für Projektmanagement und eigentlich eh alles zum Thema Smart Meter. Kannst du uns den Smart Meter ein bisschen genauer vorstellen?
01:06 | Sehr gerne. Ich finde die Bezeichnung Mitbewohner großartig. Der Mitbewohner ist nämlich unser neuer digitaler, intelligenter Stromzähler. Bis jetzt hatten wir analoge Stromzähler, die elektromechanisch waren. Da wurde der Strom mitgezählt und einmal im Jahr kam jemand von den Wiener Netzen vorbei und hat abgelesen. Jetzt wird alles digital. Der Smart Meter misst die Werte und schickt sie automatisch an die Zentrale der Wiener Netze. So muss niemand mehr zum Ablesen kommen. Das ist ein großer Vorteil. Man muss auch nicht selbst ablesen. Außerdem wird sehr genau gemessen. Der Smart Meter ist einer der wichtigsten Bausteine für die Energiewende und wird uns helfen, nachhaltige Energie besser zu nutzen.
02:11 | Inwiefern kann der Smart Meter beim Verbrauch helfen? Er zählt nicht nur, sondern liefert auch viele Informationen. Kund*innen können ihre Daten einsehen und nachvollziehen, wie viel Strom sie zuhause oder während ihrer Abwesenheit verbrauchen. Dadurch lassen sich Einsparungspotenziale erkennen. Man kann zum Beispiel feststellen, ob ein Kühlschrank zu viel Strom verbraucht oder andere Geräte besonders energieintensiv sind. Mit den Daten kann man gezielt Geräte austauschen oder effizienter nutzen und so Energie sparen.
03:16 | Netzfacts: Überraschende Fakten und spannendes Wissen über die Netze deiner Stadt. Geräte im Stand-by-Modus sind nicht vom Netz getrennt und verbrauchen weiterhin Strom. Auch Ladegeräte verbrauchen Strom, selbst wenn kein Gerät angesteckt ist. Ein Mehrfachstecker mit Ausschaltknopf hilft dabei, mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz zu nehmen.
03:41 | Man kann beim Smart Meter einstellen, wie oft abgelesen werden soll. Es gibt die Möglichkeit von einmal jährlich, täglich oder alle fünfzehn Minuten. Das hängt mit dem Einsparungspotenzial zusammen. Wer nur den Jahresverbrauch sieht, kann wenig daraus ableiten. Die Standardeinstellung liefert Tageswerte. Die detaillierteste Variante sind Fünfzehn-Minuten-Werte mit sechsundneunzig Messpunkten pro Tag. Damit kann man den Verbrauch besonders genau analysieren und über das Webportal nachvollziehen.
05:00 | Man kann dadurch genauer erkennen, welche Geräte Strom verbrauchen. Ich habe das selbst getestet, indem ich die Waschmaschine eingeschaltet und den Verbrauch am nächsten Tag überprüft habe. Beim Kühlschrank habe ich gesehen, dass ich ihn wieder einmal abtauen sollte. Ja, weil ein nicht abgetauter Kühlschrank mehr Strom verbraucht. Absolut. Und es ist weniger Platz zum Einfrieren. [lacht]
05:20 | Du hast vorhin das Webportal erwähnt. Was hat es damit auf sich? Das Webportal kann ich wirklich allen ans Herz legen. Dort können Kund*innen ihren aktuellen Zählerstand und ihren Stromverbrauch einsehen. Besonders praktisch ist die grafische Darstellung des Verbrauchsverlaufs. Man sieht Spitzenzeiten und kann den Verbrauch nach Tagen oder Monaten analysieren. So gibt es keine bösen Überraschungen bei der Jahresabrechnung.
06:14 | Wie komme ich in dieses Webportal? Alle Kund*innen können sich einen Zugang holen. Man benötigt Zugangsdaten von den Wiener Netzen. Das Portal ist sehr selbsterklärend. Zusätzlich gibt es auf der Website der Wiener Netze Erklärvideos, die vom Login bis zur Nutzung alles erklären. Bei Fragen hilft auch der Kundenservice weiter.
07:00 | Reden wir über Datensicherheit. Welche Vorkehrungen haben die Wiener Netze getroffen? Datensicherheit und Datenschutz haben höchste Priorität. Österreich hat zusätzliche Sicherheitsstandards geschaffen, die über die europäische Datenschutzgrundverordnung hinausgehen. Gemeinsam mit Netzbetreibern, Ministerien und Sicherheitsexpert*innen wurden hohe Sicherheitsstandards entwickelt. Die Daten werden verschlüsselt übertragen, über gesicherte Leitungen an das Rechenzentrum geschickt und erst dort entschlüsselt. Danach werden sie dem jeweiligen Haushalt zugeordnet, für die Abrechnung genutzt und im Webportal bereitgestellt. Die Daten sind umfassend geschützt.
08:51 | Also ganz schön smart, der Smart Meter, wie der Name schon sagt. Vielleicht haben Andrea und ich dir Lust gemacht, deinen Mitbewohner ein bisschen näher kennenzulernen. Schau doch einfach auf wienernetze.at.
09:05 | [Outro-Musik] Das war Netzimpuls, der Wiener Netze-Podcast. Abonniere uns für viele weitere Stories, die Wien bewegen.