Wer sorgt dafür, dass mein Morgenkaffee heiß ist und mein Online-Gamingabend stattfinden kann? Die Wiener Netze bringen Strom, Gas und Wärme in jedes Wohnzimmer in Wien und Umgebung. Gerhard Fida, Vorsitzender der Geschäftsführung der Wiener Netze, verrät im Interview, warum man sich auf die 2.500 Mitarbeiter*innen der Wiener Netze so gut verlassen kann und wann es stressig wird!
Viel Spaß beim Reinhören in die erste Folge der 2. Staffel NetzImpuls – der Wiener Netze-Podcast!
Hier auch als Videopodcast und überall, wo es Podcasts zu hören gibt!
Die nächste Folge erscheint in 2 Wochen.
Audiotranskript
NetzImpuls – Der Wiener Netze Podcast. Unsere Impulse für ein sicheres und smartes Wien.
Was haben mein Morgenkaffee, der Song Contest in Wien und dein Online Gaming Abend gemeinsam? Alle drei wären ohne die Wiener Netze nicht möglich. Der größte Netzbetreiber Österreichs versorgt unsere Stadt mit Power. Und das in ganz schön vielen unterschiedlichen Bereichen.
NetzTalk Das Gespräch mit Menschen, die Wiens Infrastruktur gestalten.
Gerhard Fida, du bist Geschäftsführer der Wiener Netze. Kannst du uns mal einen Überblick geben, in welchen Bereichen du und deine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Power sorgen?
Ja, wir sorgen in sehr vielen Bereichen für Power. Wir sorgen dafür, dass du einen Kaffee bekommst in der Früh, dass die Kaffeemaschine funktioniert, dass das Licht draußen brennt, dass die Gaskombitherme funktioniert, dass mit Fernwärme Wärme produziert wird. Also wir sorgen eigentlich dafür, dass du dich in der Früh wohlfühlst.
Tagsüber auch und am Abend auch.
Und tagsüber auch natürlich, dass du dich rund um die Uhr wohlfühlst. Wir sind der größte Kombinationsnetzbetreiber. Was heißt das? Das heißt, dass wir Strom, Gas, Fernwärme und Telekom in unserem Angebot haben und uns um alles kümmern, was mit dem Netz zu tun hat.
NetzFacts, überraschende Fakten und spannendes Wissen über die Netze deiner Stadt: Vieles, was die Wiener Netze leisten, kann man auf den ersten Blick gar nicht sehen. So wie die 1.300 Kilometer Leitungen für den Transport von Fernwärme. Sie liegen verborgen unter unserer Stadt.
Versorgt werden Wien und auch Teile von Niederösterreich und Burgenland. Das ist eine ganz schön beeindruckende Größenordnung, oder?
Man kann auch sagen, 2 Millionen Menschen wollen von uns versorgt werden. Und das ist, denke ich, doch ein schöner Beweis dafür, dass es uns auch gelingt. 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen das rund um die Uhr und sorgen dafür, dass die Stadt funktioniert und dass auch die Wiener Linien unterwegs sind.
Wenn wir schon bei den Zahlen sind, da gibt es auch ganz beeindruckende Zahlen von den Dingen, die ihr sozusagen an Gebäuden habt’s, an Technik habt. Was gibt es denn da zum Beispiel für Zahlen?
Ja, es gibt ein paar beeindruckende Zahlen. Wir haben ein Netz, das insgesamt doch über 30.000 Kilometer lang ist. Wir haben über 11.000 Trafo-Stationen wir haben fast 50 Umspannwerke. Also das sind alles Dimensionen, die sind in der Tat beeindruckend. Ich glaube an das denkt man gar nicht, wenn man da früh sich einen Kaffee holt, was alles an Technik dahinter steckt. Und Gott sei Dank haben wir sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auch begeisterungsfähig sind und die schauen, dass dieses Uhrwerk funktioniert.
Du sagst, das ist es eigentlich auch eine sehr große Verantwortung, denn die Wiener und Wienerinnen, die verlassen sich drauf, dass da alles in Ordnung ist und dass sie ständig gut versorgt sind. Ist das nicht auch irgendwie ziemlich stressig?
Das kommt immer drauf an, es gibt Tage, da funktioniert alles einwandfrei. Und dann gibt es besondere Tage, wo entweder ein Baum in unsere Leitung fliegt oder Bagger Leitungen beschädigen. Das ist dann immer so Tage, dann wird das Ganze sozusagen etwas unentspannt. Aber man kann sich ja darauf verlassen. Man hat sehr professionelle Entstörungsdienste im Einsatz, die rund um die Uhr da sind. So gesehen geht der Puls dann einigermaßen schnell wieder hinunter. Aber natürlich gibt es Ereignisse, das ist ganz klar. Da haben auch wir eine gewisse Anspannung, wenn ein Fußballländermatch live übertragen wird und es ist finster, ist das auch etwas, was unseren Blutdruck in die Höhe treibt.
Und du hast schon erwähnt, das sind auch diese mobilen Einsatzteams, die sind aufeinander eingestimmt, abgestimmt, eingespielt. Wie sind diese Teams unterwegs oder wie viele von diesen Teams gibt es?
Es gibt unzählige Teams. Also wir haben auch permanent im Strom minimum 3 Teams im Einsatz und im Bedarf sind es 10/15 Teams, die wir jederzeit in Dienst stellen können. Es kommt immer darauf an, was gerade los ist. Aber im Endeffekt sehen wir, das als unseren Job und wir haben sehr viele gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und das ist auch toll, weil wir uns auch als Geschäftsführung darauf verlassen können, dass die Probleme, die es gibt, behoben werden. Und man darf eines nicht vergessen, wir sind ja nicht nur Problembeheber, sondern wir gestalten ja auch die Energie- und Mobilitätswende der Zukunft. Das heißt, wir bauen aus. Die erneuerbaren Strom-Erzeugungsanlagen müssen in das Netz integriert werden. Wir haben eine Wasserstoff-Produktionsanlage errichtet, also wir sind auch sehr stark in die Zukunft fokussiert.
Tja, das sind ganz schön viele Dinge, an die ich bei meinem Morgenkaffee nicht denke und du wahrscheinlich bei deinem Online Gaming Abend auch nicht. Das Gute: Wir müssen das auch nicht, denn die engagierten Männer und Frauen bei den Wiener Netzen, die machen das für uns. Und wir können ganz entspannt genießen. Das war Netzimpuls – Der Wiener Netze Podcast Abonniere uns für viele weitere Stories, die Wien bewegen.